Welcher Künstler kennt das nicht? Im Zeitalter der schnellen Information schmilzt der Raum für kreative Schaffensphasen dahin. Das E-Mail-Postfach quillt notorisch über, die Webseite ruft beharrlich nach neuen Texten und Fotos, der Flyer zum nächsten Auftritt ist mal wieder längst überfällig. Währenddessen liegt die Post seit der letzten Tour noch ungeöffnet und ständig bimmelt das Mobiltelefon mit Anfragen von Bandmitgliedern, Künstlerkollegen, Galeristen, Kunstinteressenten, Ensemblemitgliedern ... Zeitfresser scheinen an allen Ecken und Enden des Künstleralltags zu lauern und nehmen wenig Rücksicht auf den künstlerischen Schaffensprozess. Oft genug bleiben tolle Projekte nur angedacht, weil der innere Raum und der äußere Rahmen fehlen, um sie zu verwirklichen. Warum also nicht die Dinge abgeben, für die man den Kopf einfach nicht frei hat?

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